1. Extrusion
Beim Herstellungsprozess von Strohhalmen werden die geschmolzenen Kunststoffpellets mithilfe eines zweiten Extrusionsformers in hohle Röhrenform gebracht. Die Pellets werden in einen Trichter an einem Ende der Maschine eingefüllt und von einem Schneckenmechanismus, der von einem Motor über ein Untersetzungsgetriebe angetrieben wird, durch einen langen Kanal geschoben. Der zweite Extruder ist mit einer anderen Art von Düse ausgestattet, die den Kunststoff in eine Röhre formt. Wenn sich die Schnecke dreht, bewegt sie das Kunststoffharz durch den Zylinder, der erhitzt wird, wodurch das Harz schmilzt und fließfähiger wird.
Die Schnecke passt mit nur wenigen Tausendstel Zoll Abstand in den Zylinder und ist aus einer massiven Stahlstange gefertigt. Die Oberflächen der Schnecke, die den Zylinder fast berühren, sind gehärtet, um Verschleiß zu widerstehen. Diese enge Toleranz gewährleistet eine gute Bewegung und Wärmeübertragung, während das Harz den Zylinder hinunterfließt. Wenn das Kunststoffharz das Ende des Zylinders erreicht, ist es vollständig geschmolzen und kann leicht durch die Öffnung der Matrize herausgedrückt werden.
2. Kühlen & Schneiden
Nach dem Verlassen der Düse nimmt das geschmolzene Harz die Form einer langen, durchgehenden Röhre an, aus der schließlich der Strohhalm wird. In diesem Stadium ist der Strohhalm noch recht zerbrechlich und muss vorsichtig behandelt werden, damit er seine Form behält. Um diesen Vorgang zu unterstützen, wird ein Zieher verwendet, der den Strohhalm sanft bewegt und sicherstellt, dass er seine Form behält. Darüber hinaus wird der Strohhalm in einigen Herstellungsverfahren durch Kalibrierplatten gezogen, die dazu dienen, seinen Durchmesser weiter zu kontrollieren und zu verfeinern. Diese Platten sind im Wesentlichen Metallbleche mit präzise gebohrten Löchern, durch die der Strohhalm gefädelt wird.
Nachdem der Strohhalm durch die Kalibrierplatten gezogen wurde, wird er durch eine Kühlstufe geleitet. In den meisten Fällen wird der Strohhalm durch ein Wasserbad geführt, das den Kunststoff abkühlt und verfestigt. Einige Hersteller verwenden möglicherweise auch einen Metallstab, einen sogenannten Dorn, der gekühlt wird und dazu dient, den Innendurchmesser des Strohhalms auf eine bestimmte Größe einzufrieren. Sobald der Kunststoff abgekühlt und ausgehärtet ist, kann er mit einer Messeranordnung auf die entsprechende Länge zugeschnitten werden.
3. Spezialoperationen (optional)
Strohhalme, die ein einzigartiges Design erfordern, müssen möglicherweise zusätzliche Herstellungsschritte durchlaufen. „Verrückte“ Strohhalme beispielsweise, die eine Reihe von Schleifen und Windungen enthalten, erfordern spezielle Formgeräte, um in Form gebogen zu werden. Biegbare Strohhalme hingegen, die in der Mitte gebogen werden können, werden mit einem speziellen Gerät hergestellt, das Rillen in den Strohhalm bohrt, sodass er sich biegen kann.
Dieser Vorgang erfolgt in zwei Schritten. Im ersten Schritt wird der Strohhalm zur Manipulation aufgenommen. Dies geschieht, indem die Strohhalme über eine flache Platte mit Schlitzen gelegt werden, in die die Strohhalme auf natürliche Weise hineinrollen und dort verbleiben. Die Platte befindet sich neben einer Metallplatte mit einer Reihe von Stiften, die parallel zu den Schlitzen ausgerichtet sind.
Sobald die Strohhalme in den Schlitzen sitzen, können die Stifte leicht hineingesteckt werden, sodass die Strohhalme durch Manipulation der Stiftplatte angehoben und in jede beliebige Richtung bewegt werden können. In die Stahlstifte, mit denen die Strohhalme gehalten werden, ist eine Reihe paralleler Ringe eingeschnitten. Wenn die Strohhalme um die Stifte gewickelt werden, werden sie von einem Paar halbrunder Stahlbacken gegriffen, die über einen komplementären Satz Ringe verfügen. Die Backen quetschen eine Reihe von Ringen in den Strohhalm, um das gewünschte Biegemuster zu erzeugen. Sobald dies abgeschlossen ist, sind die Strohhalme bereit für den letzten Schritt – das Verpacken.
4. Verpackung
Nach dem Herstellungsprozess werden Strohhalme normalerweise in einzelne Papierhüllen verpackt, um sie hygienisch zu halten. Eine häufig verwendete Methode besteht darin, die fertigen Strohhalme in einen Zufuhrtrichter zu laden. Der Trichter entleert sich in ein Rad, in dessen Außenkante Rillen zur Aufnahme von Strohhalmen eingeschnitten sind. Die Strohhalme fallen aus dem Trichter und werden einzeln von diesem rotierenden Rad aufgenommen, das sie zu einem zweiten Rad weiterleitet, das an eine Vakuumquelle angeschlossen ist.
Blätter oder Verpackungsmaterial, wie z. B. Papierumschläge, werden von einer Zuführrolle auf dieses zweite Rad geführt. Das Vakuum hält das Papier an Ort und Stelle, während das erste Rad Strohhalme auf das Papier führt. Eine weitere Papierschicht wird dann über die erste geführt, und die Anordnung durchläuft eine Versiegelungsrolle. Die beiden Papierschichten werden dann durch Druck oder eine andere Versiegelungsmethode zusammengepresst.
Die versiegelte Strohhalmplatte wird dann über ein Förderband zu einem Stanzbereich transportiert, wo eine Stanze einzelne Strohhalme ausschneidet. Die gestanzten Stücke werden dann über ein weiteres Förderband zu einem Sammelbereich transportiert. Die einzelnen Strohhalme können dann gebündelt und für den Versand in Kartons oder Beutel verpackt werden.
Das Verpacken von Strohhalmen einzeln in Papierhüllen ist eine effektive Möglichkeit, sie sauber und hygienisch für den Gebrauch aufzubewahren. Der oben beschriebene Verpackungsprozess kann automatisiert und in großem Maßstab für die Massenproduktion durchgeführt werden.